Bereits 1989 hatte sich ein Trägerverein, dem die Stadt Bottrop, Bundesknappschaft, Stadtsportbund
sowie die Arbeiterwohlfahrt angehören, für das
Projekt „Gesundheitspark“ stark gemacht. 1992 wurde
ein bundesweiter Wettbewerb durchgeführt, bei dem die Verfasser einen 1. Preis erhielten und an- schließend mit der Projektierung des “Gesundheitsparks Quellenbusch” beauftragt wurden. Zusammen mit dem im Anschluss an das Krankenhaus errichteten „Gesundheitshaus“ dient das Projekt insbesondere der Förderung der allgemeinen Gesundheitsvorsorge und der vorsorgenden-medizinischen Betreuung. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Aspekte ambulanter Rehabilitation und die Unterstützung von Nachsorge- und Selbsthilfegruppen zu stärken. Neben der klassischen und traditionellen Medizin werden verstärkt natürliche Heilverfahren, verschiedene Therapieansätze und Ernährungs- fragen im Vordergrund stehen. Ein solcher Einsatz wird vom derzeitigen Gesundheitssystem nicht abgedeckt und hat daher einen innovativen Charakter. Ob sich der Mensch gesund oder krank fühlt, dies wird in starkem Maße mental beeinflusst. Der Park wird deshalb nicht als eine Außenanlage zum Krankenhaus verstanden, sondern als ein aktiver Rekonvaleszenzbereich. Den Planern geht es nicht darum, wie viel Grün, welche Beetformen und Farben oder Baumstrukturen erforderlich sind, um positive Heilprozesse zu initiieren. Der Patient soll wieder bewusst erfahren, welche Eigenschaften eine |
“gestaltete Natur” haben kann. Er lernt Natur erfahren, die sich ihm als eine Summe von Farb- und Duftkompositionen, Klangbildern, Licht- und Schattenspielen darstellt. Dies sind fast vergessene und in der Alltagswelt nicht mehr bewusst wahrgenommene Empfindungen.
Auch ein zweiter Gedanke scheint den Planern wichtig: Anstelle der Überweisung und Abschiebung in gesonderte „Kurorte“ soll das Ziel des Gesundheitsparks sein, Rehabilitation im bekannten Umfeld im gewohnten Lebensbereich zu ermöglichen. Über den Gesundheitspark soll ein Alltagsort entstehen, der Vor- und Nachsorge miteinander verbindet und Krankheit wie Heilung nicht auf besondere Orte reduziert beziehungs- weise delegiert. Hieraus ergeben sich spezielle Anforderungen, zum einen an die Öffentlichkeit des Parks und zum anderen an seine Gestaltqualität. Der Grundgedanke besteht in einer Gliederung des Parks in einen Bewegungsbereich für Heilgymnastik und einen extensiven für kontemplative Übungen. Je nach Wohlbefinden und Stimmung des Patienten erobert er sich den erweiterten Park und stellt sich selbst einer für ihn veränderten Öffentlichkeit. Umgekehrt gilt das auch für den Nicht-Patienten, der das Gesundheitshaus auf abwechslungs- reichen Wegen erreicht. Somit wird der Park zu einem selbstverständlichen Bewegungs- und Begegnungsraum. Die aktive Komponente, die verschiedenen Sinneseindrücke und der didaktische Aufbau der Vegetation regen zu einer Auseinandersetzung mit den Ursachen der Krankheit und dem in weiten Teilen selbstbestimmenden
Heilungsprozess an
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